Sticken

Wie der Textildruck dient Sticken der Veredelung von Stoffen mit textförmigen oder bildhaften Motiven. Stickereien zeichnen sich aber durch ihre hervorragende Haltbarkeit und Farbechtheit aus. Die Motive entstehen, indem farbige Garne mit einer speziellen Nadel durch den Stoff gezogen und mit ihm verknüpft werden, wie beim Nähen. Infolgedessen schränkt das Sticken die Farbwahl nicht prinzipiell ein, wie das manche Textildruckverfahren tun. Jede Farbe, die als Stickgarn erhältlich ist, kann für ein gesticktes Motiv genutzt werden. Dagegen ist die Anzahl der verschiedenen Farben pro Motiv in der Praxis auf etwa zehn begrenzt, da das Wechseln der Garne vergleichsweise aufwändig ist.

 

Sticken ist gleichermaßen handwerklich wie maschinell möglich. In beiden Fällen wird der zu bestickende Teil des Stoffs in einen runden Stickrahmen gespannt und zusätzlich durch eine untergelegte Stickkarte stabilisiert. Moderne Stickmaschinen sind in der Lage, Druckvorlagen selbsttätig in Stickanweisungen umzusetzen. Auch hinsichtlich der Auftragsbearbeitung ist das Besticken daher mit Textildrucken vergleichbar. Beim Stickvorgang entsteht eine volumenhafte Struktur, mit einem speziellen haptischen Eindruck, der besonders edel wirkt.